Meine Mutter hat früher immer gesagt: Ein Salat ist nur so gut wie sein Dressing. Das ist eine dieser Küchenwahrheiten, die ich wirklich aus tiefstem Herzen glaube. Viele Restaurants in meiner Umgebung servieren ihre Salate nur noch mit Fertigdressings und das ärgert mich jedes Mal! Eine klassische Vinaigrette ist doch so einfach gemacht und braucht so wenig, wie mein Rezept beweist.

Zugegeben, eine Vinaigrette ist kein weltbewegendes Rezept, das großes Aufsehen erregt und jede Hausfrau schüttelt eine leckere Vinaigrette aus dem Ärmel. Aber oft sind es ja wirklich auch die einfachen Dinge in der Küche, die das meiste Potenzial haben, schiefzugehen oder mit ein paar kleinen Tricks richtig gut zu werden. Und nicht jeder hat die Kocherfahrungen, für eine leckere Vinaigrette auf Anhieb das richtige Mischungsverhältnis zu finden.
Du siehst, es gibt immer Gründe, auch so ganz einfache Grundrezepte vorzustellen. Als Profi ist das für dich Kochalltag, aber mein Blog wird auch von vielen Kochanfängern gelesen, die sich vielleicht über ein wenig Hilfe freuen. Bei meinem Rezept bleibt die Basis immer gleich, der Rest kann variiert werden und ist wieder mal Geschmackssache.

Wichtige Zutaten für die Vinaigrette
Eine Vinaigrette besteht im Kern aus nicht viel und hat als Basis immer Essig und Öl, im Gegensatz zu einem Dressing, das meist Milchprodukte enthält. Für mein Rezept brauchst du u.a.:
- Olivenöl – das Herzstück der Vinaigrette. Ich nehme ein gutes Olivenöl, weil man den Geschmack hier deutlich herausschmeckt. Ein mildes, fruchtiges Öl funktioniert besonders gut.
- Weißweinessig – gibt der Vinaigrette ihre charakteristische Säure. Wer es etwas milder mag, kann auch einen Apfelessig verwenden oder Zitronensaft für eine spitze Säure.
- Senf – nicht nur für den Geschmack, sondern auch als Emulgator. Er hilft dabei, dass sich Öl und Essig wirklich verbinden und die Vinaigrette sich nicht sofort wieder trennt.
- Zucker – die Säure des Essigs braucht eine Süße als Gegenspieler.
- Salz und schwarzer Pfeffer – beim Würzen ruhig mutig sein. Eine Vinaigrette, die zu wenig Salz enthält, schmeckt flach.
Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Dort kannst du dir das Rezept auch ausdrucken lassen.

Tipps zur Zubereitung der Vinaigrette
Die oberen Zutaten sind die Zutaten, die eine ganz klassische Vinaigrette ergeben. Das klassische Mischverhältnis liegt dabei bei 3 Teile Öl auf 1 Teil Essig. Wer sich daran hält, bekommt immer eine schmackhafte Vinaigrette auf den Salat.
- Das Grundrezept lässt sich super variieren. Verwende statt Zucker z.B. Honig oder Ahornsirup. Nimm verschiedene Sorten Senf, z.B. groben Senf, Dijonsenf etc., und variiere beim Essig, je nach Salat (z.B. Himbeeressig für Feldsalat).
- Ganz besonders gut schmeckt die Vinaigrette, wenn du sie mit etwas Geflügelbrühe anrührst. Hier kannst du dann auch vom klassischen Mischverhältnis abweichen und z. B. 2 Teile Öl, 1 Teil Brühe und 1 Teil Essig verwenden.
- Je nach Salat kannst du fein geschnittenen Knoblauch und Schalotten in die Vinaigrette geben. Das sorgt für eine feine Würze. Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Thymian oder Estragon passen ebenfalls sehr gut.
- Das Wichtigste: Die Vinaigrette immer abschmecken, bevor sie auf den Salat kommt. Bei Blattsalaten ziehst du einfach ein Blatt Salat durch die Vinaigrette, so kannst du den Geschmack am besten testen.
- Das Öl und der Essig verbinden sich nur ungern von selbst. Der Senf wirkt als natürlicher Emulgator und sorgt dafür, dass die Vinaigrette eine cremige, gebundene Konsistenz bekommt. Deshalb den Senf unbedingt zuerst mit dem Öl verrühren, bevor der Essig dazukommt.
- Die Vinaigrette hält sich im Kühlschrank, gut verschlossen, problemlos 6-7 Tage. Vor dem nächsten Gebrauch einfach kurz durchrühren oder schütteln, weil sie sich beim Stehen wieder trennt.
Du kennst Zubereitungstipps, die hier fehlen und die für meine Leser interessant wären? Schreibe mir doch einen Kommentar!

Einfach, oder? Und doch so wichtig!
Eine gute Vinaigrette ist für mich einer der unterschätzten Handgriffe in der Küche. Wer sie einmal selbst gemacht hat, versteht sofort, warum das Dressing aus der Flasche nicht mithalten kann. Sie ist schnell gemacht, kostet kaum etwas und macht aus einem einfachen Salat etwas wirklich Leckeres. So mag ich das!

Wenn dir mein Rezept gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar und auch über eine Bewertung. Dazu klickst du einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Damit hilfst du mir und auch allen anderen Lesern. Vielen Dank!
Lust auf noch mehr Dressings? Probiere mal mein schnelles Buttermilch-Zitronen-Dressing oder das geniale Balsamico-Dressing. Ganz wunderbar schmeckt auch mein Joghurt-Dressing.

Vinaigrette – klassische Salatsauce für Blattsalate
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Rezept Zutaten
- 6 EL Olivenöl
- 2 EL Weißweinessig
- 1 TL Senf
- 1 Prise Zucker
- 1/2 TL Salz
- Pfeffer
Rezept Zubereitung
- Olivenöl mit Senf, Zucker, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren.
- Essig hinzufügen und verrühren, bis die Flüssigkeiten emulgieren (sich verbinden). Mit einem Salatblatt probieren und ggf. noch Zucker und Salz zügen.
Ungefähre Nährwerte pro Portion
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Einfach,aber es schmeckt
Das freut mich, Siglinde. Und wenn du sie ein wenig pfiffiger haben möchtest, dann kannst du das ja ohne Probleme mit weiteren Zutaten ergänzen. Ich würde auf jeden Fall ein wenig Schalotte und Knoblauch empfehlen. Das gibt schon eine schöne Würze. 🙂
Hallo, wirklich 1 Prise Zucker und 1 Teelöffel Salz ? LG
Hallo Heike, danke für den Hinweis. Ich habe das im Rezept schon korrigiert. 🙂 Ich nehme circa einen halben Teelöffel Salz. Der Zucker ist wirklich Geschmackssache und hängt natürlich auch ein bisschen davon ab, wie sauer der Essig ist. Da solltest du die Vinaigrette nach dem Anrühren mal probieren und dann gegebenenfalls noch etwas nachsüßen.